Ein Klassiker der Österreichischen Küche – ich liebe sie! Rindsrouladen benötigen etwas Zeit und Geduld – aber es zahlt sich aus!

Zutaten für 8 Portionen

Zutaten Rindsrouladen

8 Scheiben Rindfleisch (Schwarzes Scherzl, Tafelstück oder Rindsschnitzel)
50 g Estragonsenf
4 Karotten
16 Scheiben Schinkenspeck
8 Essiggurken
Salz
Pfeffer

Zutaten Bratensaft

Olivenöl zum Braten
250 ml schwerer Rotwein (Zweigelt oder Merlot)
1 L Hühner- oder Rindsfond
1 Lorbeerblatt
1 Chili
250 ml Schlagobers
30 ml Sojasauce
Schwarzer Pfeffer

Zubereitung Rindsrouladen

Karotten schälen und vierteln (oder achteln). Essiggurkerl je nach Größe ganz lassen oder halbieren.

Das Rindfleisch klopfen, das Fleisch leicht salzen, pfeffern und mit Senf bestreichen.

Auf das gewürzte Fleisch Speckscheiben legen, oben am Rand Karotte und Gurkerl geben. Die Roulade einrollen und mit einer Rouladen Nadel oder einem Küchengarn zusammenbinden.

Backofen auf 180°C Ober/Unterhitze vorheizen.

Einen großen Schmortopf mit Öl erhitzen. Das Fleisch scharf von allen Seiten anbraten. Mit Wein ablöschen, Bratensatz von der Pfanne lösen und Wein etwas verkochen lassen. Mit restlicher Suppe aufgießen, die. Rindsrouladen sollen zu 2/3 mit Flüssigkeit bedeckt sein. Lorbeer und Chili dazugeben. Aufkochen.

Die Rindsrouladen für 2 Stunden im Backofen schmoren. Das Fleisch ist durch, wenn es sich weich anfüllt oder auseinander fällt.

Nach dem Schmoren die Rouladen aus der Sauce geben. Sauce abschmecken. Sojasauce und Schlagobers einrühren, gut verrühren mit dem Stabmixer aufschäumen. Spieße und Spagat von der Roulade entfernen, anrichten und mit großzügig Sauce servieren.

Garnieren mit etwas Thymian. Besonders schön sind die Rindsrouladen wenn sie klein geschnitten serviert werden.

Als Beilage passen Salzkartoffeln, Kartoffelpüree, Bandnudeln oder Reis.

Die Sauce

Ich bin ein totaler Saucen Junkie und liebe viel Sauce! Deswegen gieße ich mit viel Fond auf, damit am Ende auch ausreichend Sauce übrig bleibt.

Mir schmecken Saucen am Besten, die leicht und fein sein. Weil ich kein Mehl zum Eindicken oder Stauben nehme, ist meine Sauce sehr flüssig.

Wenn du lieber eine dicke Sauce magst, hast du mehrere Möglichkeiten die Sauce einzudicken:

  1. Einige Karotten im Saft mit schmoren – zum Schluss mit dem Stabmixer pürieren
  2. Mit Mehl eindicken. Zum Schluss etwas Saft abschöpfen, mit etwas Mehl verrühren. Zurück in den Topf geben und aufkochen bis die Sauce eindickt.
  3. Vor dem Servieren mit kalter Butter montieren. Butter in kleine Würfel schneiden, in die Sauce geben, gut verrühren und nicht mehr aufkochen.
  4. Probier’s mal mit Mascarpone oder Creme Fraiche! (statt Schlagobers) Beide Zutaten sind stichfest und dicken jede Sauce im Handumdrehen ein.
  5. Reduzieren! Ohne den Eigengeschmack der Sauce zu verändern gelingt mit Reduzieren. Die Sauce auf hoher Hitze einkochen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Sojasauce häh?

Sojasauce ist ein vielseitiges Würzmittel, dass viel mehr kann als Thai Curry oder Sushi zu verfeinern. Die fermentierte Sauce ist kräftig würzig und ein natürlicher Geschmacksverstärker (im Vergleich zum künstlichen Geschmacksverstärker Glutamat) – dadurch schmeckt das Essen einfach intensiver. Achtung beim Sojasaucen Kauf, nicht alle Saucen bestehen wirklich aus natürlichen Zutaten.

Ich verwende am Liebsten die Kikkoman Bio Sojasauce, welche nur aus Sojabohnen, Wasser, Weizen und Salz besteht.

Rindsrouladen | Foto (c) Julian Kutos
Rindsrouladen | Foto (c) Julian Kutos

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